Klang Köln e.V.

Konzert Archiv

Festschrift zum 20jährigen Bestehen

Unsere Festschrift zum 20jährigen Jubiläum mit Grußworten, einer historischen Skizze und allen Konzertprogrammen der Veranstaltungen seit 1991 steht zum Download bereit:

nämlich hier

oder einfach auf die Abbildung klicken!

FestschriftKlangKoeln

Zwei Jahrzehnte Vereinsgeschichte dokumentiert auf mehr als sechzig Seiten !

Klang Köln e.V.- Musik für neugierige Zeigtenossen

www.klang-koeln.de


Unsere letzten Veranstaltungen:

 

AUGE UND OHR 

Neue Musik mit Elektronik in 3 Sets

Alte Feuerwache Köln, Melchiorstraße 3, 50670 Köln

13. Januar 2016, 20 Uhr

 

20 Uhr                                 Set I  – Looping

 

Johannes Fritsch (1941-2010)

Duolectra (1971) für 2 Viole d’amore und Live-Elektronik

 

Christoph Maria Wagner (*1966)

Remix V (Scriabin) für Klavier, Loop-Zuspielungen  und Live-Elektronik (2014/15)  (UA)

 

 

20.45 Uhr                               Set II – Mikrotonalität

Sascha Janko Dragicevic (*1969)

Autogamie für Fagott  und Elektronik (akusmatische Version)

 

Stefan Thomas (*1968)

Xenophonie 6  (2012) für  Synthesizer (Klavier) und Schlagzeug

 

 

21.20 Uhr                                    Set III – Video

Slawomir Olszamowski (*1953)

Arbor (2014/15) für Elektronik und Video (UA) (Video: Slawomir Olszamowski)

 

Carter Williams (*1976)

Rosenkranz-Sonate IV (2013) für 2 Viole d’amore, Live-Elektronik und Live-Video (Video: Carter Williams)

 

Ausführende:

Duo zwei_neun: Annegret Mayer-Lindenberg, Carter Williams; Viola d’amore    

Stefan Thomas, Klavier und Synthesizer; Guido Pieper, Schlagzeug; C.M.Wagner, Klavier

Carter Williams, Elektronik

 

Gefördert vom Deutschen Musikrat und von ON – Neue Musik Köln

Eintritt 10/8 Euro

Zwischen den Sets wird Suppe gereicht!

 

Zu den Werken

Tendenzen der Musik mit Elektronik, komponiert von in Deutschland lebenden Komponisten und angeordnet in 3 Sets mit je anderem thematischem Schwerpunkt:

– Johannes Fritschs Live-Elektronik-Klassiker Violectra wird dargeboten vom Duo zwei_neun. Carter Williams hat das Werk über einen langen Zeitraum mit dem Komponisten selbst erarbeitet.

– C.M.Wagner setzt seine Folge von Remix-Stücken, die Heiligtümer der Klaviermusik neu abmischt, mit Alexander Scriabin fort. Scriabins Pathos, Leidenschaft, Ekstase und mystische Entrückung werden durch live-looping und Klavierpräparation abgekühlt und ausgebremst zu einer hochkomplexen, aber pulsierend sinnlichen “Scriabin-chill-out-Musik”.

– Stefan Thomas verwendet in seiner Komposition Xenophonie 6 inharmonische Klängealso Klänge, deren Obertöne nicht auf ganzzahligen Vielfachen eines Grundtons beruhenDiese Klänge sind teils mit dem Computer generiert, zum Teil sind es Schlagzeug-Klänge, die eben diese Eigenschaften besitzen. Mit diesen synthetisch erzeugten Klängen erzeugt er eine völlig neuartige Harmonik: herkömmlich konsonante Intervalle wie die Oktave klingen plötzlich keineswegs mehr entspannt, während andere, unter herkömmlichen Bedingungen extrem dissonante Intervalle vom Ohr als durchaus konsonant empfunden werden. Demensprechend werden in dem Stück mehre Stimmungssysteme verwendet, die zum Teil auf die Oktave verzichten.

– Slawomir Olszamowski nutzt die Möglichkeiten des Computers für eine neuartige, gleichermaßen archaische wie absurd komplexe Polyphonie, die natürliche Wachstums- und Verzweigungsvorgänge als Grundlage für eine akustische wie visuelle Großform nutzt

– Sascha Dragicevic generiert in Autogamie aus einer strengen, abstrakten Struktur ein hochenergetisches und virtuoses Wechselspiel zwischen cholerischen und phlegmatischen Episoden.

– Carter Williams präsentiert eine Hommage an Heinrich Ignaz Franz Biber und dessen Rosenkranzsonaten von 1670. Diese Sonaten sind Meditationen über die 15 Rosenkranz-mysterien. Seit 2002 gibt es fünf zusätzliche Rosenkranzgeheimnisse, die „lichtreichen Geheimnisse“. In seiner Komposition bietet Carter Williams eine moderne Interpretation dieser oft ekstatischen und wundertätigen Mysterien. Statt des barocken Generalbasses kommen phantasmagorische elektronische Klänge zum Einsatz. Als zusätzliches Element spiegelt das Live-Video die reiche Farbensymbolik der biblischen Texte.


IM ANFANG WAR DAS WORT

Donnerstag,17. Dezember, 19:30 Uhr

Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln, Tel. 0221 – 92584720

 

Slawomir Olszamowski         Im Anfang war das Wort
(*1953)                                 für Tonband

Vinko Globokar                    Voix Instrumentaliseè (1973)
(*1934)

Peter Ablinger                      Mao Tse-Tung (2003)
(*1959)                                aus:Voices and piano (1998-2014)

Georges Aperghis:               Récitation 11 (1978)
(*1945)                                für Stimme solo

Oxana Omelchuk                 Mikrogramm (2012)
(*1975)                                für Sopran und Baritonsaxophon

Falko Steinbach                  Camp II (2015)
(*1957)                                für Flöte, Saxophon,Sprecher und Klavier

 

Stefan Thomas:
(*1968)                                Vier Dada-Lieder nach Texten von Hugo Ball (2015)
für Sopran, Saxophon und Klavier (UA)

 

Sprache und Sprechen als eigenständiges musikalisches Material, Synästhesien zwischen vokalen und instrumentalen Äußerungen – die symbiotischen Beziehungen zwischen Musik und Sprache sind Thema des Konzertabends.
Vorgestellt werden sie in den elektronischen Verarbeitungen von Slawomir Olszamowski, in der Theatralik Falko Steinbachs oder in der „sprechenden“ Klaviermusik Peter Ablingers, bei der eine Rede Mao Tse-Tungs quasi originalgetreu aufs Klavier übertragen wurde.
Weitere Erkundungen bilden die Werke von Georges Asphergis und Oxana Omelchuk sowie die legendäre Performance „Voix instrumentalisée“ von Vinko Globokar, in der die Interpretin Wardy Hamburg neben Ihrem Spiel auf dem Baritonsaxophon auch singen, lachen und noch so manch anderes tun wird.
Der Pianist Stefan Thomas wird mit der Sopranistin Irene Kurka und Wardy Hamburg zudem seine „Vier Dada-Lieder“ nach Texten von Hugo Ball uraufführen.


 

KLANG KÖLN ELEKTRONISCH

Sonntag, 12. April 2015, 18.00 Uhr

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Ausstellungsraum
Melchiorstraße 3
50670 Köln

Stefan Thomas: “Xenophonie 5″ für Synthesizer

Sascha Dragicevic: “Autogamie” für Fagott und Elektronik (akusmatische Version)

Slawomir Olszamowski:”Im Anfang war das Wort” für Tonband

Christoph Maria Wagner: “Radiodrome”- Szene 5 aus “Night of the Living Dead” für 12 Solostimmen, Ensemble und Rundfunkmeldungen (Videopräsentation der Uraufführung)

Carter Williams:”Turbulence” für präparierte Geige und Live-Elektronik

 

Carter Williams, Violine; Stefan Thomas, Synthesizer; Slawomir Olszamowski/Carter Williams, Elektronik


 

Neue Musik für Fagott und Klavier

Freitag, 7. Marz 2014, 20.00 Uhr Bürgerzentrum Alte Feuerwache Köln

Alain Bernaud (*1932)                              Hallucinations (1978)

Karlheinz Stockhausen (1928-2007)          In Freundschaft (1982, Version für Fagott)

Thomas Mombaur (*1966)                        Unkenrufe (2010)

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Henri Dutilleux (1916-2013)                       Sarabande et Cortege (1942)

Andre Jolivet (1905-1974)                         aus: Cinq Danses Rituelles (1939)

                                                              1. Danse initiatique 2. Danse du Heros

Paul Hindemith (1895-1963)                       Sonate für Fagott und Klavier (1938)

Roger Boutry (*1932)                                 Interferences I (1972)

Ausführende: Theo Plath, Fagott; Thomas Mombaur, Klavier


Antiquität Konzert?

Eine Veranstaltungsfolge von Klang Köln e.V vom 4.1. bis 6.1.2013
rund um das “Musicalische Opfer” von Johann Sebastian Bach
Alte Feuerwache Köln – Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Die dreitägige Veranstaltung hat sich vorgenommen, Bachs Werk von allen Seiten gründlich zu beleuchten, in aktuelles Licht zu rücken, mit neuen Werken und anderen Genres zu konfrontieren. Sie läßt Protagonisten der Alte Musik-Szene auf solche der Neuen Musik und der Improvisation treffen. Bachs Werke erklingen sowohl in historischer Aufführungspraxis wie auch in elektronischen oder bewußt „ahistorischen“ Versionen. Sie werden pantomimisch ausgedeutet und in ihrer Entstehungsgeschichte beleuchtet. Einige Stücke aus Bachs Werk werden in bewußt absurder Zuspitzung zu erleben sein. Und natürlich gibt es dazu viel Neue Musik.

Antiquität Konzert? findet statt im Rahmen der Plattformen für künstlerische Produktion von ON – Neue Musik Köln.
Diese werden gefördert durch die RheinEnergieStiftung Kultur, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landschaftsverband Rheinland (LVR). ON – Neue Musik Köln wird gefördert von der Stadt Köln.

 

4.- 6. Januar, Treppenhaus

Ausstellung mit

– Partituren bedeutender Kanons (Machaut, Ockeghem, Webern, Nancarrow etc.)

– Erläuterungen zur Kanontechnik und zum Musikalischen Opfer

– Grafiken von M.C.Escher

Freitag, 4. Januar 2013, 20 Uhr

Eröffnungskonzert

Das musikalische Opfer – noch Fragen?

Musik von Johann Sebastian Bach und Albrecht Maurer sowie Texte von Johann Nicolaus Forkel, Douglas Hofstadter und Christoph Wolff

Frank Meyer, Sprecher
Kerstin de Witt, Blockflöte
Filine Precht, Traversflöte
Sonja Kemnitzer, Cembalo
Simon Rummel – Ketonge Manfred Rücker – Georg Wissel, Improvisation
Carter Williams, Sound und Elektronik

Samstag, 5. Januar 2013

18 Uhr

Werkstattgespräch mit vier Kölner Komponisten
(mit Musikbeispielen)
Sinn und Unsinn kompositorischer Systeme heute
Eine Werkstatt-Begegnung mit Slawomir Olszamowski, Ralf Soiron, Stefan Thomas und Christoph Maria Wagner

Moderation:
Dr. Johannes Müller

21 Uhr

Canons in concert

Musik von Johann Sebastian Bach, Slawomir Olszamowski (UA), Ralf Soiron (UA), Stefan Thomas (UA) und Christoph Maria Wagner (UA)

Christine Pugel, Sopran
Streichquartett des e-mex ensembles: Christine Rox und Kalina Kolarova, Violine
Konrad von Coelln, Viola
Burkhart Zeller, Cello

Ralf Soiron und Christoph Maria Wagner, Klavier

Carter Williams, Sound und Elektronik

Sonntag, 6. Januar 2013

19 Uhr

Musikeinspielung vor dem Konzert im Treppenhaus

J.S.Bach: Canon a 2 (Nr.3e) (im Ambient Sound)

„Ascendeteque Modulatione ascendat Gloria Regis“ („Wie die ansteigende Modulation, so steige des Königs Ruhm”)

20 Uhr

Abschlusskonzert

Bach…und einige Folgen…

Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Valery Voronov (UA)

Milan Sladek, Pantomime

Christine Rox, Violine
Barbara Rosnitschek, Querflöte und Piccolo
Claudia Schott und Christoph Maria Wagner, Klavier
Carter Williams, Sound und Elektronik

Ab 22 Uhr

Abschlussparty mit
Neue-Musik-Disco
(King Georg Bar, Sudermannstraße 2)

 


 

Kölner Musiknacht 2012

22. September, 23 Uhr

Tenri Kulturwerkstatt, Kartäuserwall 20, 50678 Köln

 

Klang Köln e.V.

Dmitri Morozov – Klavier

Duo Kolarova/Schott: Kalina Kolarova – Violine, Claudia Schott – Klavier

Christoph Maria Wagner – Klavier

 

Relikte – Retrospektionen – Remixe

Valery Voronov (*1971)                                    Gravures (2011) für Klavier (DE)

Slawomir Olszamowski (*1953)                        Cantabile quasi parlando für Violine und Klavier (DE)

Christoph Maria Wagner (*1966)                       Remix-Suite für Klavier:

– Remix III (Beethoven V) (2012; UA)

– Remix I (Debussy, Feldman, Jolivet) (2009)

– Remix II (Webern op.27) (2012; UA)

 

Drei Kölner Komponisten arbeiten sich an Resten und Vergangenheiten ab: Valery Voronovs neuer Klavierzyklus Gravures verwendet als musikalisches Ausgangsmaterial ausschließlich Fragmente aus Werken des Renaissance-Komponisten Arnolt Schlick, die er völlig neu montiert und kombiniert. Slawomir Olszamowski beschwört in seinem Violine-Klavier-Duo auf Basis eines eigenen harmonischen Systems die Klangwelt des Fin-de-Siècle. Christoph Maria Wagner mischt einige Heiligtümer der Musikgeschichte neu ab: Weberns Opus 27 wird dancefloor-tauglich gemacht, Debussy, Feldman und Jolivet erklingen gleichzeitig, und der Kopfsatz von Beethovens Fünfter wird zwischen Verhallungs-Schlieren und spektraler Harmonik zerrieben – eine Art Beethoven auf Drogen…

 

IFM-Projekte e.V. in Kooperation mit dem Kulturamt und der Stabsstelle Events der Stadt Köln

mit freundlicher Unterstützung der KölnTourismus GmbH, der RheinEnergie Stiftung Kultur
und des Excelsior Hotel Ernst sowie in Medienpartnerschaft mit der Kölnischen Rundschau
und in Partnerschaft mit dem Kulturradio WDR 3